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Heizung modernisieren Schritt für Schritt

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Heizung modernisieren Schritt für Schritt
Quelle: Sparda-Bank West

Die wohl bekannteste Modernisierungsmaßnahme der letzten Jahre ist die Heizungserneuerung. Wie sollte man diese am besten planen und lohnt es sich überhaupt bei dem aktuellen Status Ihrer Immobilie? Beginnen sollten Sie das Vorhaben mit dem sogenannten Heizungscheck, der von jedem Fachhandwerker im Heizungsbereich durchgeführt werden kann. (Kosten für ein Einfamilienhaus: ca. 100 €)

Dieser Heizungscheck wurde von dem Spitzenverband der Gebäudetechnik VdZ für den Endverbraucher entwickelt. Das Prüfverfahren ist genormt (nach DIN EN 15378) und sorgt damit für neutrale und vergleichbare Ergebnisse. In einem 10-stufigen Verfahren werden alle relevanten Punkte — von Abgaskontrolle bis Dämmung der Rohrleitungen — der aktuellen Heizung überprüft, bewertet und die Schwachstellen skizziert.
Sollte nach dieser Analyse die Erneuerung der Heizungsanlage zur Debatte stehen, können Sie damit beginnen, sich um die Art der neuen Heizung Gedanken zu machen. Wir empfehlen an dieser Stelle drei verschiedene Typen und möchten kurz näher auf diese eingehen:

1. Ölheizung

Nach wie vor ist die Ölheizung das Heizsystem Nr.1 in Deutschland. Gerade Haushalte gerade Haushalte, die über längere Zeit ihre Heiztechnik nicht modernisiert haben, verfügen über eine solche Heizanlage. Eine Ölheizung besteht standardmäßig aus Öltank, Umwälzpumpe und Heizkessel mit Brenner. Der Vorteil einer Modernisierung mit einer neuen Ölheizung ist, dass man die aktuelle Heizungsstruktur beibehalten kann und nur den Heizkessel austauscht, plus ggf. kleinerer Modernisierungsarbeiten an Rohrleitungen und Heizkörpern. Beim Austausch des Heizkessels sollten Sie bei dem neuen Gerät darauf achten, dass es über die Brennwerttechnik verfügt. Wenn Sie Ihre alte Ölheizung gegen einen neuen Brennwertkessel tauschen, können Sie bis zu 30 % Energie sparen. Obwohl Öl ein fossiler Brennstoff ist, können Sie mit der Wahl des Öls auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz setzen, indem Sie einen Brennwertkessel wählen, der emissionsfreies Bio-Heizöl verbrennt.

Die Anschaffungskosten eines Brennwertkessels liegen bei ca. 4.000 bis 8.000 € und schaffen in einem Standard-Einfamilienhaus, mit ca. 16.000 bis 20.000 kWh Jahresverbrauch, Einsparungen von 500 bis 800 € pro Jahr, sodass sich ein neuer Brennkessel nach spätestens 10 Jahren von selbst amortisiert hat.

2. Heizen mit erneuerbaren Energien

Es gibt mittlerweile einige Verfahren um die Energie aus Luft, Wasser und Licht zur Beheizung des Eigenheimes zu nutzen. Sollte Ihr Eigenheim bereits energieeffizient gebaut oder modernisiert worden sein, können sie bis zu 80 % ihres Energiebedarfs mit Umweltwärme über eine Wärmepumpe decken. Besonders die Solarthermie erhält immer mehr Einzug in deutsche Haushalte.

Was jedoch zu beachten ist: Die Energiegewinnung agiert meist nur als Zusatzmodul zum bereits bestehenden Heizsystem und fährt dessen Gebrauch jedoch enorm herunter. Besonders effizient sind die Kosteneinsparungen für die Warmwassererzeugung. Mit einer Kollektorfläche von 6 m² auf dem Dach erreichen Sie bereits 50 bis 60 % Heizöleinsparungen bei der Warmwassererzeugung eines 4-Personenhaushalts (im Sommer sogar 100 %).

Für eine solche Solarthermiefläche liegt der Preis plus Montage bei ca. 5.000 €, die sich jedoch auch mit einer Kosteneinsparung von ca. 500 € pro Jahr nach 10 Jahren amortisiert. Für Wärmepumpenanlagen im Bereich der Geothermie (Wärme aus Grundwasser oder Boden) beginnt der Einstieg bei ca. 6500 € und wächst häufig in den 5-stelligen Bereich. Hier dauert die Amortisierung in der Regel über 12 Jahre, jedoch heizt man dabei 100 % emissions- und CO₂-frei, was gerade bei nachhaltiger Lebensweise immer beliebter wird.

3. Heizen mit Holz

Auch hier hat der Fortschritt einige moderne Heizungsanlagen hervorgebracht. Eine moderne zentrale Holzheizung versorgt ein ganzes Haus mit ausreichend Wärme für Heizung und Warmwasser – bei gleichem Komfort, wie ihn eine herkömmliche Zentralheizung bietet.

Es gibt dabei drei gängige Arten von Holzheizungen, unterschieden an der Form der Holz-Zufuhr: In Pelletform (zylinderförmige Kapseln die aus Restholz gepresst werden), Hackschnitzel (Restholz, das aber in der Regel nur gehäckselt und nicht gepresst wurde) und die klassische Scheitholzform, wie man es vom Heizen des Kamins kennt.

Zu den Kosten: Diese sind im Vergleich zu anderen Heizungsarten bei der Anschaffung hoch. Für ein Komplettpaket einer Pelletheizung inklusive Montage aller Komponenten kann man im Durchschnitt von Kosten von 16.000 bis 24.000 € ausgehen. Der springende Punkt einer Pelletheizung sind die langfristigen Ersparnisse, da man ca. 40 % Heizkosteneinsparungen erzielt gegenüber einer normalen Ölheizung. Gerade bei Häusern mit hohem Energieverbrauch/-bedarf amortisiert sich diese Anschaffung schon nach wenigen Jahren.

Planen Sie die Durchführung dieser Maßnahmen sorgsam, gerade der Frühling und Sommer eigenen sich besonders für Heizungsmodernisierungen, da der Heizungsbedarf im Vergleich zum Rest des Jahres gering ist.

Für jede der drei erläuterten Modernisierungsmaßnahmen lassen sich darüber hinaus Fördergelder beantragen. In Kombination mit einem Modernisierungskredit der Sparda-Bank lässt sich ein kluges, gefördertes Investment mit geringen Zinsen kombinieren.

1 Kommentar(e) zu “Heizung modernisieren Schritt für Schritt”
Jassi1790 schreibt
22.11.2016 13:41
Wenn man ohnehin schon renoviert, ist das auch eine tolle Gelegenheit, die ollen Radiatorenheizkörper gegen eine Flächenheizung auszutauschen! Von der Innovationsgemeinschaft Raumklimasysteme gibt es zum Beipiel ein Profilsystem extra für die Renovierung, das kann als Decken-, Fußboden- oder Wandheizung oder sogar an der Sockelleiste verbaut werden. Geheizt wird dabei mittels Wärmestrahlung, da ist die Luftverwirbelung minimal und das Raumklima wird gleich viel angenehmer.
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